Geschichte

Franz Schnepf kam 1904 als 15jähriger aus Meran in die Schweiz. Durch die Krise bedingt, versuchte der gelernte Schreiner sich als Tanzlehrer. 1920 eröffnete Franz Schnepf im dazumaligen „Rosenegg“ eine Tanzuschule, die gut besucht wurde. Die Gaststätte, die das Stammlokal der städtischen Feuerwehr war, wurde deshalb auf den heute noch bestehenden Namen Café „Schlauch“ umgetauft.

1928 gab der junge Wirt die Tanzschule auf, überbaute den prächtigen „Chriesigarten“, der an die Oberen Zäune angrenzte. Es entstand Zürichs einziger Billardsaal mit Life Pool. Hier werden heute noch die roten und weissen Kugeln mit gezielten Stössen auf dem grünen Feld gespielt.

1932 pachtete Franz Schnepf das dazumalige Café „Astoria“ an der St.Peter Strasse. Er fühlte sich dort aber nicht zu Hause und kehrte 1936 ins Café „Schlauch“ zurück.

Seiner Ehe entwuchsen die Mädchen Silvy und Hilda, die der Vater schon in den jüngsten Jahren mit dem Restaurationsbetrieb vertraut machte. Von der „Pike“ auf waren sie dabei, und dank dem gezeigten Interesse und Können benannte Vater Schnepf die 1945 erbaute Theke „Silvy-Bar“.

Sein Unternehmungsgeist liess nie locker, und in den Jahren 1957-1960 erbaute er die „Pfeffermühle“. Dieses Lokal fand in weiten Kreisen regen Zuspruch. Obwohl Vater Schnepf seit 1950 die Führung seiner Tochter Silvy überliess, war er bis zu seinem Tode tätig, der ihn am 10.Januar 1966 im hohen Alter von 77 Jahren ereilte.

Dass die Gaststätte gut geführt ist und wird, bestätigen die vielen treuen Gäste, die stets gerne ihren Drink in der „Silvy-Bar“ nehmen oder sich etwas Auserlesenes servieren lassen. Der gesamte Betrieb ist heute auf tägliche Kunden, die ein gutes presiwertes Mittagessen wünschen ausgerichtet. Frau Silvy Koller, die seit 20 Jahren dem Betrieb vorsteht, freut sich, wenn man sich in ihren Gasträumen wohl fühlt und immer wieder mit Vergnügen kommt.